Archiv für Kategorie Grenztürme Deutschland

Grenzturm Matierzoll – Sachsen-Anhalt/ Niedersachsen

Das Gebiet um Matierzoll wurde bereits Anfang der 40er Jahre als Grenzbereich (im Hinblick auf die Neugestaltung von Verwaltungsbezirken) deklariert. Zu diesem Zeitpunkt war ein stetiges Passieren des Gebietes möglich. Erst mit Schließung der Grenzen durch das DDR-Regime wurde auch Matierzoll zu einer undurchlässigen Stelle. Neben Grenzanlagen und Todesstreifen wurde dort ein Informationspunkt unterhalten.
Am 12. November 1989 um 7.58 Uhr öffnete sich auch an dieser Stelle der „Eiserne Vorhang“ im Zuge des Mauerfalls.
Heute erinnern noch der Grenzturm und der Informationspunkt an die vergangene „Abriegelung“.

Verweise: www.grenzerinnerungen.de/mattierzoll.htm

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Grenzturm Kühlungsborn

Beschreibung Grenzturm Kühlungsborn:

Grenzturm Kühlungsborn

Grenzturm Kühlungsborn

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An der Kühlungsborner Strandpromenade ganz in der Nähe von der Seebrücke steht der ehemalige Ostseegrenzturm BT 11, der zu einen von 25 weiteren Grenzsicherheitsanlagen der Ostseeküste gehörte. Im Jahr 1963 wurde der Betonturm errichtet 4×4 Meter breit, 15m hoch und mit vier Etagen versehen. Im Keller befand sich ein Notstrom- Aggregortor für die Stromversorgung. Im Erdgeschoss die Toilette mit Waschgelegenheit sowie die Nachrichtentechnik. Von dort aus führte eine versetzte Stahltreppe in den ersten Stock. Wo sich die Alarmgruppe aufgehalten haben, ausgestattet mit kleinen Fensterschlitze, Heizung, Feldbetten, Hocker, Tisch, Besen u dem Waffenschrank . Da sie ständig in bereiteitschaft waren und mit dem geparkten Fahrzeug vor der Tür sofort zum Einsatzort fahren konnten. Im zweiten Stock war die eigentliche Führungszentrale, der Beobachtungsposten, Fähnrich und der Kommandeur hielten sich dort auf. Sie hatten von dem Posten aus einen fast Rundumblick in die Landschaft und auf die Ostsee. Der Kommandeur konnte von hier aus direkt mit der Volkspolizei und den benachbarten Kontrollstellen telefonieren sowie etwas auffälliges gesehen worden ist. Auf den Dach des Grenzturmes befanden sich die Funkantenne und ein großer schwenkbarer Suchscheinwerfer. Bis 1989 wurde der Grenzturm genutzt, mit einer 5 km breiten Grenzzone die besonders intensiv überwacht wurde. Der Strandbereich vor Boltenhagen bis hin zur Lübecker Bucht war Speergebiet. Mit Suchhunden gingen die Bewaffneten Postenpaare streifen, sie beobachteten die Küste und Das Wasser. Die Grenzhelfer lauerten zusammen mit den Hinterhaltsposten in Gebüschen und Unterständen auf die Flüchtlinge. Seit dem Mauerbau rund um Westberlin am 13.August 1961 war die Ostseeküste ein wichtiges Schlupfloch für die Flüchtlinge. Sie haben damals alles versucht aus der DDR raus zukommen wollten mit selbstgebauten schwimmenden Gegenständen wie zum Beispiel Flosse, Booten, Luftmatratzen oder in einem U-Boot über die Grenze fliehen. Die meisten Versuche endeten dabei tragisch. Die Grenzer beobachteten die Fluchtversuchen und Schiffsbewegung in der DDR Tag und Nacht bis zu Windstärke 6 innerhalb von 12 Seemeilen Ausgestattet waren die Grenzturmanlagen mit Zielpeileinrichtung, verschließbaren Schießscharten, weitreichenden Ferngläsern, Suchscheinwerfern und einer Heizung. Für die Sicherheit der Wärter sorgten Notstromversorgungen und Feuerlöscher. Zum untereinander verständigen nutzten Sie das Funkgerät und die Wechselsprechanlage. Die Dienstzeit der Soldaten betrug damals 6-12 Stunden. Mit dem Suchscheinwerfer und dem Fernglas wurde das Grenzgebiet ständig abgesucht. Sie haben jede noch so kleine verdächtigte Bewegung bzw. Veränderung genau Protokollieren und mit Hilfe der Funkeinrichtung an die entsprechende Dienststelle weiter gegeben. Damals war Kühlungsborn ein beliebter Platz für die Fluchtversuche da die Schifffahrtsroute nur wenige Kilometer entfernt waren. Wie der Arbeitsalltag eines Grenzers aussah kann man dank der vielen gut erhaltenen Protokollen noch heute nachvollziehen genauso wie die zahlreichen verschiedenen Fluchtversuchen der vielen Flüchtenden aus der DDR. Der Aufstieg ist heute noch etwas mühsam über die versetzten Stahlleitern aber der 360°Panoramablick über die Ostsee und die Küste entschuldigt es wieder. Aus Erfahrungsberichten weiß man das die Einwohner es nicht so ernst genommen haben da die Grenzer nicht ganz so streng wahren wie anders wo. Die Einwohner konnten ihren ganz normalen Alltag nachgehen, sie konnten spazieren gehen und sogar in der Ostsee baden. Die Grenzer schritten nur ein wenn Fluchtgefahr bestand. Anders sah es am Abend aus, um Zweiundzwanzig Uhr begann die sogenannte Ausgangsspeere. Das heißt so viel das die Einwohner sich nicht mehr am Strand aufhalten dürften da in der Dunkelheit die Flucht hätte besser gelingen können.

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